Mazotoa homana tompoko

Madagaskar verfügt über eine grossartige Vorratskammer: Fische und Meerestiere aus sauberem Wasser, ausgereifte Früchte und prächtige Gemüse zu allen Jahreszeiten, qualitativ hochwertige Reissorten und Getreide, Fleisch von gesunden Tieren, schmackhafte Wurzeln und eine Vielfalt an Gewürzen. Nur eines ist diesem Paradies abhanden gekommen: die Bäume und Wälder.

Vor der Kolonialisierung war Madagaskar zu 90% von Urwäldern verschiedenster Art bedeckt. In diesen Biotopen entwickelten sich endemische Pflanzen und Tiere – Raritäten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Inzwischen ist der Bestand des Waldes auf 10–12% geschrumpft. Weite Teile der Insel sind verödet, Erosionsrisse klaffen überall auf, die fruchtbare Humusschicht wird fortgeschwemmt, seltene Tiere und Pflanzen sind bedroht.

Eine madagassische Familie verbraucht pro Tag 3 Kilo Holzkohle. Um 3 Kilo Holzkohle herzustellen, braucht es rund 30 Kilo Holz. Dreimal täglich wird auf offenem Feuer gekocht. 17 Millionen Menschen leben auf Madagaskar, die Zahl verdoppelt sich alle 25 Jahre. 300’000 Hektar wertvolle Waldbestände gehen pro Jahr verloren. Unwiederbringlich.

Da Gas und Strom in Madagaskar entweder zu teuer oder nicht verfügbar sind, gibt es nur eine Alternative: Sonnenenergie. Mit einfachen Solaröfen, Parabol-Solarkochern und Dörrgeräten kann man auf verschiedenste Arten kochen und sogar dörren oder sterilisieren. Die Sonnenkraft ist gratis, sauber, ungefährlich und unerschöpflich. Doch die einfache Technik kennt man in Madagaskar noch kaum.

Für unser Kochbuch Cuisine solaire Madagaskar haben wir deshalb Rezepte ausgewählt, die man besonders gut im Solarofen kochen kann. Mit dem Kauf des Buches helfen Sie mit, Solarkocher in Madagaskar bekannter zu machen. Sie unterstützen das Projekt ADES in Tuléar.

 

Soava dia!

Geniessen Sie die kulinarische Reise durch Madagaskar, lassen Sie sich von den Ideen der Madagassinnen und Madagassen inspirieren, von ihrer Fröhlichkeit anstecken!